Kurz gesagt: Du teilst in Mokkeli keine einzelne Liste. Du teilst deinen Haushalt. Wen du in deinen Haushalt einlädst, der sieht ab dem Moment automatisch alle Einkaufslisten, Aufgaben, Rezepte, Essenspläne und Termine — ohne dass du irgendetwas einzeln freigeben müsstest. Du findest das unter Mein Haushalt (am PC im Menü unter „Einstellungen", am Handy unter Mehr → Einstellungen → Haushalt).
Und ja: Einladen gehört zu Premium. Im kostenlosen Plan ist ein Haushalt für eine Person gedacht. Mehr dazu in Pläne & Premium.
1. Der Alltag heute
Du schreibst „Milch" auf deine Liste. Dein Partner steht im Laden und weiß nichts davon. Also kommt eine WhatsApp: „Brauchen wir noch was?" — und du tippst dieselben acht Dinge nochmal ins Chatfenster, die schon in der App stehen. Abends stehen zwei Packungen Butter im Kühlschrank und die Zahnpasta fehlt immer noch.
2. Warum das teuer ist
Eine Liste, die nur einer sieht, ist keine Liste, sondern ein Notizzettel. Der ganze Nutzen — nicht doppelt kaufen, nichts vergessen, nicht ständig nachfragen müssen — entsteht erst in dem Moment, in dem eine zweite Person mitschreibt. Bis dahin machst du dieselbe Arbeit zweimal: einmal in der App und einmal im Chat.
3. So sieht gutes Teilen aus
Eine gemeinsame Quelle, in die jeder jederzeit hineinschreibt. Keine Kopien, keine Weiterleitungen, keine Frage „hast du meine Nachricht gesehen?". Wer einkauft, sieht alles, was seit gestern dazugekommen ist — auch das, was in diesem Moment gerade jemand anders eintippt.
4. So machst du das in Mokkeli
Schritt 1 — Verstehen, was der Haushalt ist
Der Haushalt ist die gemeinsame Schublade. Alles, was in Mokkeli entsteht, liegt darin: Listen, Aufgaben, Rezepte, Termine. Alle Mitglieder des Haushalts haben denselben Blick darauf.
„Ein Mitglied deines Haushalts kann alles sehen und editieren, was auch du sehen und editieren kannst."
Verwechsle das nicht mit Kontakten. Kontakte sind Menschen außerhalb eures Haushalts — Oma, die Babysitterin, der Handwerker. Sie haben keinen Zugang zur App und sehen eure Listen nicht. Du kannst ihnen aber Aufgaben zuweisen oder einen Termin mit ihnen verknüpfen.
Mitglied = jemand, der mitmacht. Kontakt = jemand, über den ihr etwas notiert.
Schritt 2 — Die Einladung verschicken
Am PC: Menü oben rechts → Einstellungen → Mein Haushalt. Unten rechts auf der Seite sitzt ein runder Knopf mit einem +. Der ist der Einladen-Knopf — er trägt keine Beschriftung, deshalb übersieht man ihn leicht. Ein Klick öffnet „Lade ein neues Mitglied zu deinem Haushalt ein". Du trägst die E-Mail-Adresse ein und klickst Einladung verschicken.
Am Handy: Mehr → Einstellungen → Haushalt → unten der Button Familienmitglied einladen → E-Mail eintragen → Einladung senden.
Die eingeladene Person bekommt eine E-Mail mit einem achtstelligen Zugangscode. Die Einladung ist 7 Tage gültig.
Am PC gibt es auf der Seite Mein Haushalt den Abschnitt Einladungen. Dort steht jede offene Einladung mit ihrem Code — du kannst ihn einfach vorlesen oder per Nachricht schicken, das funktioniert genauso gut wie die E-Mail. Am Handy siehst du unter Ausstehende Einladung die Knöpfe Erneut senden und Abbrechen.
Schritt 3 — Was der Eingeladene tun muss
Immer zuerst: ein eigenes Konto anlegen. In der App oder auf der Website, ganz normal mit E-Mail und Passwort. Erst danach die Einladung annehmen — in dieser Reihenfolge klappt es zuverlässig.
Der Weg über den Code (funktioniert immer, im Browser):
Nach dem Anmelden auf der Website fragt Mokkeli, ob ein neuer Haushalt entstehen soll oder ob man einem bestehenden beitritt. Dort die Karte „Möchtest du einem bestehendem Haushalt beitreten?" wählen, den Zugangscode aus der E-Mail eintippen und Haushalt beitreten klicken.
Wer diesen Schritt schon hinter sich hat und bereits in einem eigenen Haushalt sitzt, kommt später jederzeit über Mein Haushalt → Haushalt verlassen wieder an dasselbe Code-Feld.
Der Weg über den Link (nur am Handy):
Enthält die Einladungs-E-Mail einen Link, genügt in der Handy-App ein Tipp darauf — solange man dort bereits angemeldet ist. Die App zeigt „Du wurdest von {Name} eingeladen" und nimmt die Einladung an.
Fertig. Ab jetzt sieht die eingeladene Person alle Listen — und alle anderen bekommen eine Nachricht: „{Name} ist eurem Haushalt beigetreten."
Wer sich aus dem Einladungslink heraus frisch registriert, landet in einem eigenen, leeren Haushalt — und wundert sich, warum die Listen fehlen. Also wirklich: erst das Konto anlegen, dann die Einladung annehmen. Ein bereits falsch gelandeter Beitritt lässt sich über Mein Haushalt → Haushalt verlassen und den Code nachholen.
Wer schon ein Konto und einen eigenen Haushalt hat, kann trotzdem wechseln: Am Handy fragt die App „Haushalt wechseln?" und nennt beide Namen. Am PC geht es über dasselbe Code-Feld unter Mein Haushalt → Haushalt verlassen.
Wer den Haushalt wechselt, nimmt seine bisherigen Daten nicht mit. Listen, Aufgaben und Rezepte des alten Haushalts bleiben dort zurück. Wenn ihr also schon beide fleißig gesammelt habt: Tretet dem Haushalt bei, in dem die meiste Arbeit steckt.
Schritt 4 — Wer darf was
Es gibt genau zwei Rollen:
- Eigentümer — die Person, die den Haushalt angelegt hat. Nur sie kann Mitglieder wieder entfernen und die Eigentümerrolle an jemand anderen übergeben („Zum Besitzer machen").
- Mitglied — alle anderen. Beim Inhalt sind alle gleichberechtigt: jeder darf alles sehen, anlegen, ändern und löschen. Rechte pro Liste gibt es nicht.
Neben Erwachsenen kannst du unter Mein Haushalt auch Kinder anlegen. Die haben keinen eigenen Login, tauchen aber als Person auf — für Essensvorlieben, Portionen und Zuständigkeiten.
Schritt 5 — Wenn kein Platz mehr ist
Ein Haushalt hat eine feste Obergrenze an Mitgliedern: Im kostenlosen Plan bist du allein im Haushalt, mit Premium passen bis zu 6 Mitglieder hinein. Ist die Grenze erreicht, lässt sich niemand mehr einladen — die Einladung wird abgewiesen.
Zwei Dinge, die dabei oft überraschen:
- Kinder zählen mit. Ein angelegtes Kind belegt einen Platz, genau wie ein Erwachsener. Die sechs Plätze sind also sechs Personen insgesamt.
- Läuft das Abo aus, während mehrere Leute im Haushalt sind, können alle außer dem Eigentümer nur noch lesen. Es steht dann ein Hinweis in der App: „Abo abgelaufen — {Name} muss das Abo erneuern". Gelöscht wird nichts; sobald das Abo wieder läuft, können alle wieder schreiben.
Und wenn ich nur eine Sache teilen will?
Für die Nachbarin, die zweimal gießen soll, oder den Handwerker mit seiner Aufgabenliste musst du niemanden in den Haushalt holen. Lege die Aufgaben in eine Sammlung (unter Aufgaben) und erstelle dort einen öffentlichen Link:
- Am PC: Aufgaben → Sammlungen → die Sammlung öffnen → Link-Symbol oben → Öffentlichen Link erstellen. Alle vergebenen Links siehst du unter Aufgaben → Geteilte Aufgaben, dort kannst du sie auch wieder zurücknehmen.
- Am Handy: Aufgaben → Sammlung öffnen → Verwalten → Abschnitt Teilen → Link erstellen & teilen.
Wer den Link bekommt, braucht kein Konto. Er sieht die Aufgaben dieser einen Sammlung, kann abhaken und ergänzen — und sonst nichts. Das funktioniert auch im kostenlosen Plan.
Einzelne Einkaufslisten lassen sich auf diesem Weg nicht freigeben.
5. Wie weit seid ihr?
- Start: Du nutzt Mokkeli allein. Alles liegt in deinem Haushalt, aber niemand sonst sieht es.
- Etabliert: Mindestens eine zweite Person ist im Haushalt und trägt selbst ein. Die Frage „brauchen wir noch was?" habt ihr abgeschafft.
- Optimiert: Alle, die einkaufen oder Aufgaben übernehmen, sind drin — Kinder als Personen angelegt, Außenstehende über Kontakte und geteilte Links eingebunden.
6. Der nächste Schritt
Ihr seid jetzt zu zweit auf derselben Liste. Der logische nächste Prozess ist die Essensplanung — denn woher die Sachen auf der Einkaufsliste kommen, entscheidet sich beim Kochen.