Kurz gesagt: Eine Routine ist ein wiederkehrender Ablauf mit mehreren kleinen Schritten. Du legst sie einmal an — Titel, Tageszeit, Wochentage, Schritte — und ab dann steht sie an genau diesen Tagen automatisch als Checkliste bereit. Abhaken, fertig. Mokkeli zählt mit, wie viele Tage am Stück du es geschafft hast.
Du findest sie unter Aufgaben → Heute → „Alle Routinen", auf beiden Geräten. Einen eigenen Menüeintrag haben Routinen nicht.
1. Der Alltag heute
Der Haushalt ist über Wochen gewachsen, und jetzt steht er als ein einziger großer Berg im Raum. Du weißt genau, was zu tun wäre — und genau deshalb fängst du nicht an. Abends bist du müde, denkst „heute nicht mehr", und morgen ist der Berg einen Tag höher.
Das ist keine Frage von Disziplin. Ein unstrukturierter Berg lässt sich nicht anfangen, weil er keinen Anfang hat.
2. Warum das teuer ist
Alles, was du im Kopf behältst, kostet Aufmerksamkeit — auch wenn du es gerade nicht tust. Das ist der eigentliche Preis eines unerledigten Haushalts: nicht die Arbeit, sondern das Dauerrauschen. Und wer allein wohnt, hat niemanden, der ihn daran erinnert oder es einmal übernimmt.
3. So sieht ein guter Rhythmus aus
Nicht „das Bad putzen", sondern drei Schritte à fünf Minuten. Nicht „irgendwann", sondern abends. Nicht „jeden Tag alles", sondern jeden Tag etwas — und sichtbar, dass du dran bleibst. Kleine, immer gleiche Blöcke sind der einzige Weg, aus einem Berg wieder einen Ablauf zu machen.
4. So machst du das in Mokkeli
Schritt 1 — Zur Routinen-Übersicht
Aufgaben → Heute. Der Block Routinen zeigt, was für heute ansteht. Über „Alle Routinen" kommst du zur vollständigen Übersicht.
Dort steht pro Routine eine Karte: Symbol, Titel, der heutige Fortschritt (3/5 oder ✓), deine aktuelle Serie 🔥 und deine längste — dazu ein Streifen Punkte, der die letzten Tage zeigt. Die Serie beginnt am Tag, an dem du die Routine angelegt hast; rückwirkend „verpasste" Tage gibt es nicht.
Schritt 2 — Eine Routine anlegen
Über das + oben hast du zwei Wege:
- Routine anlegen — du baust sie selbst.
- Aus Vorlage wählen — Mokkeli bringt fertige deutsche Vorlagen mit, die du danach anpassen kannst. Der schnellste Start.
Im Formular („Neue Routine") stellst du ein:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Titel | z. B. „Abendrunde" |
| Symbol | ein Emoji, damit du sie in der Liste sofort erkennst |
| Tageszeit | Morgens · Nachmittags · Abends · Jederzeit |
| Wochentage | die Tage antippen. Leer = täglich |
| Reihenfolge einhalten | an, wenn die Schritte in fester Folge abgearbeitet werden sollen |
| Schritte | die einzelnen Handgriffe |
Jeder Schritt hat ein Label und darf zusätzlich eine Beschreibung bekommen — nützlich, um dem Zukunfts-Ich zu erklären, was genau gemeint war („Wäsche: erst Trockner leeren, dann Maschine umfüllen"). An einen Schritt kannst du außerdem Fotos hängen; sie erscheinen dann unter dem Schritt, wenn du die Routine abarbeitest. Das geht allerdings erst, wenn die Routine einmal gespeichert ist.
Fang klein an. Eine Routine, abends, täglich, mit drei Schritten, die zusammen unter zehn Minuten dauern. Die Serie 🔥 ist wichtiger als der Umfang — sie belohnt genau das, was zählt: dass du wieder anfängst. Wenn drei Schritte zwei Wochen lang gut laufen, hängst du einen vierten dran.
Schritt 3 — Abarbeiten
Tippe die Routine an. Du siehst die Schritte von heute und hakst sie einzeln ab. Sind alle erledigt, steht dort ✓ Geschafft! und die Serie wächst um einen Tag. Passt es heute nicht, gibt es Überspringen — ehrlicher als sich selbst zu belügen, und die App macht dir keinen Vorwurf.
Steht heute nichts an, sagt die Routine schlicht: „Heute nicht geplant."
Über Benachrichtigungen kannst du dir eine Erinnerung schicken lassen, die dich direkt in die Routinen bringt.
Schritt 4 — Pflegen
Eine Routine lässt sich jederzeit bearbeiten, auf inaktiv stellen (sie pausiert dann, ohne den Verlauf zu verlieren) oder löschen. Am Handy findest du das auf der Detailseite der Routine, am PC unter Routinen verwalten.
Was ist mit Zuständigkeiten und Rotation?
Eine Routine gehört immer dem ganzen Haushalt — jeder sieht sie, jeder kann abhaken. Eine feste Zuweisung oder ein automatischer Wechsel zwischen Mitgliedern lässt sich bei Routinen derzeit nicht einstellen.
Wenn du genau das brauchst — „Müll rausbringen wechselt sich ab" — nimm dafür eine wiederkehrende Aufgabe statt einer Routine. In der Handy-App hat eine Aufgabe die Felder Wiederholung (Täglich · Wöchentlich · Alle 2 Wochen · Monatlich · Eigene) und Rotation: Du legst die Reihenfolge der Personen fest, und bei jeder Wiederholung geht die Aufgabe an den Nächsten. Die App vermerkt dann „Zuweisung wird durch Rotation gesteuert".
Wiederholung und Rotation stellst du am Handy ein. Am PC lassen sich Aufgaben zuweisen und mit einer Fälligkeit versehen, aber die Rotation nicht einrichten. Einmal am Handy eingestellt, läuft sie überall.
Web und Handy
| Am PC | Am Handy | |
|---|---|---|
| Routinen anlegen, bearbeiten, abhaken | ja | ja |
| Vorlagen | ja | ja |
| Serien & Verlauf | ja | ja |
| Fotos an einzelnen Schritten | ja | ja |
| Wartung (Geräte, Filter, Wartungsintervalle) | nur ansehen — es steht dort „nur in der App bearbeitbar" | vollständig bedienbar |
5. Wie weit seid ihr?
- Start: Eine Routine existiert und wird an manchen Tagen abgehakt.
- Etabliert: Zwei bis drei Routinen laufen zu ihren Tageszeiten, die Serie reißt selten, und ihr fragt euch nicht mehr, was heute dran ist.
- Optimiert: Wiederkehrendes ist verteilt statt getragen — Routinen für den Rhythmus, wiederkehrende Aufgaben mit Rotation für das, was sich abwechseln soll.
6. Der nächste Schritt
Routinen und geteilte Aufgaben entfalten ihre Wirkung erst zu mehreren. Wenn du bisher allein unterwegs bist: jemanden dazuholen.